Machen Sie Theater

Das „Schauspielhaus“ auf der Theaterstraße wurde von 1911 bis 1913 von William Lossow und seinem Schwiegersohn Max Hans Kühne im Stil des Neubarock und Jugendstil erbaut. Da sich das Gebäude in unmittelbarer Nähe zum Zwinger befindet, wurde die diesem zugewandte Außenseite an die Architektur angepasst und daher mit Arkaden und barocken Schmuckelementen versehen. Die Bühnentechnik mit den großen hydraulisch betriebenen Hebewerken war die modernste Bühnenanlage zur damaligen Zeit.

Am 13./14. Februar 1945 wurde das Bauwerk durch die Luftangriffe auf Dresden zerstört, aber bereits drei Jahre später wieder aufgebaut. Bis 1985 diente das „Große Haus“ des "Staatstheaters Dresden" als Spielstätte für Oper, Staatskapelle, Ballett und Schauspiel.

1983 fand eine verwaltungstechnische Trennung zischen Oper/Ballett/Staatskapelle und dem Schauspiel statt. Es entstand das Staatsschauspiel und die Staatsoper Dresden. 1985 verließ die Staatsoper das "Große Haus" und bezog ihr neues Domizil, die Semperoper. In den Jahren 1990, 1991, 1993 und 1995 wurde das Haus schrittweise rekonstruiert. Im Jahr 2007 fand die die Außensanierung und der Wiederanstrich in weißer Farbe statt.

Im Gebäude des „Schauspielhauses“ befindet sich auch das theater oben. Es ist 1995 mit der Wiedereröffnung des Schauspielhauses aus der ehemaligen Probebühne I entstanden. Heute finden hier Matineen, Lesungen und musikalische Veranstaltungen statt.

Kleines Haus

Das Gebäude auf der Glacisstraße in der Dresdner Inneren Neustadt, in dem sich heute das „Kleine Haus“ befindet, hat eine weiter zurückreichende Geschichte. Im 17. Jahrhundert diente es als Festung „am Glacis“ und war im 19. Jahrhundert eine Villa. 1816 wurde der Saal angebaut, der heute der Zuschauersaal ist. Bis 1930 befand sich in diesem Haus eine Kneipe mit Ballsaal, der nebenbei als Tonhalle genutzt wurde. Danach wurde das gesamte Gebäude als Kirche („Erste Kirche Christi“) benutzt.

Mit Genehmigung der Kirchengemeinde konnte am 10. Juli 1945 in diesem Gebäude die erste Nachkriegsaufführung („Nathan der Weise“) des Staatstheaters Dresden stattfinden. 1951 schloss das Staatstheater einen Mietvertrag mit der Kirchengemeinde ab und konnte bereits im selben Jahr ausschließlich vom Staatstheater für Oper und Schauspiel genutzt werden. 1977 erfolgte der Ausbau zu einem Theater.

1987 und 1988 wurden für etwa 5 Millionen DDR-Mark wichtige Baumaßnahmen zur Erhaltung der Spielfähigkeit des Gebäudes vorgenommen und 1992 Brandschutzmaßnahmen durchgeführt. Im selben Jahr bekam das Theater eine neue Bühne. Es wurde jedoch sechs Jahre später durch behördliche Anordnung geschlossen.

Der Grund dafür waren statische Problehme (im Dachstuhl und in den Außenmauern) und Brandschutzmängel, die bei den vorher vorgenommenen Baumaßnahmen nicht behoben werden konnten. Daher wurde die Einrichtung danach bis 2002 als Probebühne für das Staatsschauspiel genutzt.

Währenddessen wurden die nötigen Mittel für einen Neubau des Gebäudes eingeleitet. Der Baubeginn dafür war im April 2003. Am 15. Januar 2005 fand mit der Uraufführung von „Der Mann ohne Vergangenheit“ die Wiedereröffnung des Theaters statt.