Entdecken und Wandern

Die Sächsische Schweiz wird als Teil des Elbsandsteingebirges in Sachsen bezeichnet. Die durch ihre bizarren Felsformen bekannte Landschaft liegt südöstlich von Dresden beiderseits der Elbe.

Östlich geht die Sächsische Schweiz in das Lausitzer Bergland und westlich ins Erzgebirge über. Der angrenzende tschechische Teil des Elbsandsteingebirges wird Böhmische Schweiz genannt. Die höchste Erhebung der Sächsischen Schweiz ist der Große Zschirnstein mit 562 m über NN.

Der Name Sächsische Schweiz entstand im 18. Jahrhundert und soll auf die beiden Schweizer Künstler Adrian Zingg und Anton Graff zurückzuführen sein. Diese fühlten sich von der Landschaft an ihre Heimat, den Schweizer Jura, erinnert, in dem ähnliche Landschaftsformen zu finden sind. Zuvor wurde der sächsische Teil des Elbsandsteingebirges lediglich als Meißner Hochland oder Meißnisches Oberland bezeichnet.

Populär wurde die Bezeichnung durch die Veröffentlichungen von Wilhelm Lebrecht Götzinger. In seinen Büchern beschrieb er die Sächsische Schweiz und machte die Bezeichnung einem weiten Publikum bekannt.
Die kretazischen Sandsteingebilde ragen aus den so genannten Ebenheiten heraus, dem ehemaligen Niveau der Elbe und stellen ihrerseits Reste einer früheren Rumpffläche dar.

Im Zuge der spättertiären Anhebung des Erzgebirges und des seitlichen Druckes vom Lausitzer Bergland zerbrach die Sandsteinplatte kreuzgitterartig, was bei gleichzeitig zunehmender Fließgeschwindigkeit der Elbe und rückschreitender Erosion in den Seitentälern, Angriffsmöglichkeiten und Leitbahnen für die zerstörerische Kraft des Wassers bot.

Zunächst verbleiben die größeren Tafelberge (Lilienstein), oder bereits stark zerklüftete wie Zirkelstein, Kaiserkrone oder bereits bewaldet (Kohlbornstein), die sich bei weiterer erosiver Zerstörung in lang gezogene Grate (Schrammsteine) bis hin zu einzelnen Felsnadeln (Torwächter) auflösen.