Dresden zu Wasser

Dresden ist die Heimat der ältesten und größten Dampfschiffflotte der Welt. Zur sogenannten "Weißen Flotte" gehören neben einigen modernen Schiffen auch klassische Schaufelraddampfer, die zwischen 75 und 125 Jahre alt sind. Besonders Tagestouristen nehmen gern das Angebot einer etwa zweistündigen Rundfahrt durch das Weltkulturerbe Dresdner Elbtal wahr.

Die Tour startet direkt im Stadtzentrum an der Brühlschen Terrasse. Daneben gibt es aber auch einen regulären Linienbetrieb, der die Strecke zwischen Meißen und der Tschechischen Republik abdeckt.

Das erste funktionsfähige Dampfschiff baute der Franzose Claude de Jouffroy d'Abbans im Jahre 1783. Am 1. Februar 1788 ließen sich Isaac Briggs und William Longstreet das erste Dampfschiff patentieren. Der Amerikaner Robert Fulton patentierte am 11. Februar 1809 einen modifizierten Entwurf, der auch wirtschaftlich erfolgreich war.

Sein 1807 gebauter Raddampfer North River Steam Boat (von späteren Generationen allgemein Clermont genannt) war noch mit Segeln bestückt. Er erreichte eine Geschwindigkeit von 4,5 Knoten (8,3 km/h) und wurde zwischen New York und Albany als Linienschiff eingesetzt. Der Name "Clermont" für das Schiff rührt wahrscheinlich von dem gleichnamigen Ort, welcher von Fultons Dampfschiff häufig angelaufen wurde.

Der technische Übergang vom Segelschiff zum Dampfer dauerte einige Jahrzehnte. Erst 1889 wurde mit dem von Alexander Carlisle (dem späteren Chefdesigner der Olympic-Klasse) konstruierten 20 Knoten schnellen White Star Liner Teutonic der erste Hochsee-Dampfer ohne jegliches Segel in Dienst gestellt.

Entdecken Sie die Sächsische Schweiz und natürlich die Sächsische Weinstraße. Erleben Sie Dresden und seine Umgebung zu Wasser.